Allgemeine Informationen

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Warum über Tod sprechen?

Muss das sein? Ja, der Tod nimmt keine Rücksicht, sondern er kommt schleichend oder schlagartig mitten ins Leben. Und dann heißt es ihn auszuhalten, vieles zu organisieren, den Alltag zu bewältigen und mit dem Verlust  klarzukommen, während das restliche Leben weiter geht. Weiter gehen muss.

Sehr häufig sind auch Kinder und Jugendliche betroffen. Sie trauern anders als Erwachsene, unterdrücken ihre Tränen oft. Sie passen sich an, um den Großen nicht noch zusätzlichen Kummer zu bereiten. Andere werden vielleicht rebellisch, aggressiv oder unnahbar. Trauernde Kinder sind in ihrem gewohnten Freundeskreis meistens Einzelfälle. Viele - oft auch Erwachsene - wissen nicht, wie sie mit ihnen umgehen sollen, worüber man reden darf und worüber nicht. Oft wird aus Hilflosigkeit geschwiegen, manchmal zerbrechen sogar Kontakte, wie die Projekt-Initiatorin Daniela Janine Peetz aus Erfahrung schildert.

Kruzifix

Was ist Seelenbeben?

Die Seele bebt vor Zerrissenheit, Traurigkeit, Wut, dem Unfassbaren, dem Gefühl verlassen zu sein, alleine zu sein, Hoffnungslosigkeit. Dem, wofür es keine Worte gibt, vielleicht auch kein Verstehen. Wohin mit seinen Gefühlen?

Das direkte Umfeld ist wahrscheinlich selbst in seinem Empfinden gefangen, mit all dem beschäftigt, was organisiert werden muss. Kinder trauern anders. Manchmal merkt man ihnen erst Wochen oder Monate später an, dass da etwas in ihrem Leben geschehen ist, das ihre Welt, ihre Seele zum Beben gebracht hat. Es gibt so viele Möglichkeiten der Reaktion. Kinder und Jugendliche, die aufhören sich mitzuteilen, die aggressiv werden, überangepasst oder gegen alles und jeden sind. In der Schulen werden sie zum Musterschüler oder machen nichts mehr. Ziehen sich zurück oder sind überall dabei. Vielleicht merkt man ihnen auch gar nichts an. Was ist zu tun, wenn ich an mein Kind nicht mehr herankomme oder es nicht mehr verstehe? Vielleicht den Zusammenhang nicht sehe oder er mir auch gar nicht klar ist, der Todesfall ist doch „schon“ lange her.

Warum über Tod sprechen?

Der Tod

Das Thema Tod ist in unserer Gesellschaft zum Tabuthema geworden. Früher, als Familien noch als Großfamilien lebten, war das Thema wesentlich näher. Es gab mehr Menschen im Umfeld, die kamen, um eine Familie zu unterstützen. Heute spricht man nicht mehr über den Tod. Für viele von uns ist es ein Bereich in unserem Leben, über den wir nicht gerne reden oder nicht nachdenken. Tritt der Tod dann in unserem unmittelbarem Umfeld ein, fällt es vielen schwer, damit umzugehen und auf die Betroffenen zuzugehen. Für Kinder und Jugendliche, die sich noch in ihrer Entwicklung befinden, reißt der Tod nochmal ganz andere Lücken. Da ist das Elternteil, das nicht mehr da ist. Trostspender, sicherer Hafen, Begleiter, Vorbild oder Finanzierer der Familie sind einfach weg. Ein Familiengefüge, das auseinanderbricht. Oder das Großelternteil, ein Vertrauter, der fehlt. Der Freund oder die Freundin, der/die Mitschüler(in). Einfach nicht mehr da. In einem Alter, in dem man eigentlich noch nicht stirbt.

Stern

Spenden

Seelenbeben funktioniert nur durch Ihre Hilfe! Helfen auch Sie mit, dass Menschen die nötige Hilfe erhalten, die sie im Trauerfall wieder auffängt.

Spendenkonto:
Kontoinhaber: Building ONE World e.V.
Verwendunszweck: Seelebeben

IBAN: DE07 4165 1770 0000 0608 71
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Sparkasse Hochsauerland