Einigeln

October 3rd, 2007 by Gastgeberin

Vor ein paar Wochen kreuzten zwei Igel meine Laufstrecke. Am späten Abend und im Licht von Straßenlampen wackelten sie leise tappsend über die Straße. Mir fiel in diesm Moment auf, dass ich noch die zuvor Igel lebendig aus so geringer Entfernung gesehen hatte. Ich hätte Sie beide berühren können. So nah. Ich blieb fünf Minuten stehen und habe ihnen zugesehen, wie sie das nächstliche Gras nach LEckerbissen absuchten. Ein bezaubernder Anblick. Abgespeichert für die restlichen Jahre.
Gestern fuhr ich von der Arbeit nach Hause. Die Sonne schien und es war für einen Deutschen HErbst unverhältnismäßig warm. Die Blätter drehten sich traurig von den Bäumen, die dieKandstraße säumten, auf die Fahrbahn und streichelten meine Windschutzscheibe ehe sie weiter flogen, vom Fahrtwind hinaufgewirbelt. Dann am Straßenrand, wie schlafend, ein Igel. Nicht eingeigelt, sondern alle viere von sich gestreckt. Es glich einem Baby beim Mittagsschlaf ahne zu atmen. Unpassend in eine Welt aus Asphalt gesteckt.

Ich frage mich ob wir uns kannten…

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