November 23rd, 2008 by Gastgeberin
Das Leben muss eine perfekter Version des besten Spielfilms sein. Fehltritte und negative Erfahrungen sind nicht gestattet. Alles soll so gigantisch, einmalig und wunderbar sein, dass es alles vorherige in den Schatten stellt. Perfektionismus bis ins kleinste Detail. Perfektionismus als einzigartige Form von Glück? Macht, Geld und Selbstdarstellung?
Es gibt doch so viel mehr.
Überall verstecken sich Wunderbarkeiten. Klitzekleine Krümel von wirklich perfekten Momenten. Nicht besser als der vorherige, doch genauso blühend. Das Leben ist eine Expedition.
Wir erforschen die Welt, Nacht und Tag und die Momente. Ungewisse Sekunden erwarten uns und gewähren uns Einblick hinter den Vorhang. Nichts ist spannender als den Blick, die Bilder und die Perspektive zu suchen, die uns in der richtigen Kombination den Himmel auf irdischen Grund offenbart.
Nichts ist langweiliger als den Tag mit Aufstehen, Arbeiten, Freizeit und Schlaf zu verbringen. Man übersieht die Sonnenauf- und -untergänge, den Nebel, die Wassertropfen auf den Fensterscheiben, die verfärbten und veränderten Landschaften und die Blicke von gehenden, kommenden und bleibenden Menschen. Kinder übersehen nichts davon. Sie sind völlig im hier und jetzt. Nur die Verpflichtung und Verantwortung verhindert das wir, die einfach älter werden, so vollkommen in der Gegenwart stehen.
Was spricht dagegen Kinde zu sein, für wenige Minuten. Nur dann und wann inne zu halten, zu atmen und sich dem Moment hinzugeben. Dann gehen wir weiter und nehmen die Verantwortung wieder auf, bis zur nächsten Pause im Weitergehen…
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September 8th, 2008 by Gastgeberin
Thousand responses,
an ocean of insignificant words,
unspoken cogitations
whirring obsessively-
an uncertain future:
nameless, forgotten
needless, small
solely dreams bloom
words die away
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March 23rd, 2008 by Gastgeberin
Ich bin durch Schnee gelaufen. Er hat unter meine Füßen geknarrt. Das Geräusch das der Schnee macht, immer wenn er frisch gefallen ist. Ich würde das Geräusch vermissen wenn der Winter vorbei ginge ohne Schnee, ohne klirrende Kälte. Winter ist vielleicht nicht die beste Jahreszeit um zu laufen und zu reiten, also sich draußen zu bewegen, aber er ist gut für die Seele. Die Stille, die langen Nächte und die Gemütlichkeit, die nur Nächte vor dem Kamin während eines Sturmes oder Gewitter oder sogar Schneesturm mit sich bringt. Ich liege nachts wach und höre wie der Wind gegen die Scheiben drückt. Regen prasselt auf das Dach.
Doch nun wird es Frühling und Schnee fällt auf das Gras. Ich rannte durch den Schnee. Er stobte in alle Richtungen von mir weg und zu mir hin. Er fiel mir aufs erhitzte Gesicht und legte sich auf mich. Nacht, geschäftiges Treiben von Autos und Spaziergängern trotz der Dunkelheit. Eine Wolkendecke hat sich schon eine ganze Zeit zuvor über uns gelegt. Schnee ist friedlich. Er schluckt Geräusche und schließt jeden einzelnen ein. Schnee ist sanft und liebevoll. Die Sonne ist es nicht. Der Regen ist zu wild. Der Sturm zu ungestüm.
I’m a new soul!
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February 29th, 2008 by Gastgeberin
Viele Menschen können die Dauer ihrer Arbeitsschritte einschätzen. Aber einige haben diese Fähigkeit stark ausgeprägt und perfektioniert:
- Frankfurter sind lustig
- Warum??
- Weil ich eben eine Konferenzraumanfrage in Frankfurt durchgegeben habe und sich der Mensch darum kümmern wollte. Er würde mich in genau 7 1/2 Minuten zurückrufen. Ich habe ich bei DER Angabe extra drauf geachtet. Es war 10:48. Es wurde 10:55 und ich schon “ooooh - jetzt wirds aber Zeit” und bevor 10:56 wurde, rief er tatsächlich an…
- Unglaublich….
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October 3rd, 2007 by Gastgeberin
Vor ein paar Wochen kreuzten zwei Igel meine Laufstrecke. Am späten Abend und im Licht von Straßenlampen wackelten sie leise tappsend über die Straße. Mir fiel in diesm Moment auf, dass ich noch die zuvor Igel lebendig aus so geringer Entfernung gesehen hatte. Ich hätte Sie beide berühren können. So nah. Ich blieb fünf Minuten stehen und habe ihnen zugesehen, wie sie das nächstliche Gras nach LEckerbissen absuchten. Ein bezaubernder Anblick. Abgespeichert für die restlichen Jahre.
Gestern fuhr ich von der Arbeit nach Hause. Die Sonne schien und es war für einen Deutschen HErbst unverhältnismäßig warm. Die Blätter drehten sich traurig von den Bäumen, die dieKandstraße säumten, auf die Fahrbahn und streichelten meine Windschutzscheibe ehe sie weiter flogen, vom Fahrtwind hinaufgewirbelt. Dann am Straßenrand, wie schlafend, ein Igel. Nicht eingeigelt, sondern alle viere von sich gestreckt. Es glich einem Baby beim Mittagsschlaf ahne zu atmen. Unpassend in eine Welt aus Asphalt gesteckt.
Ich frage mich ob wir uns kannten…
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