Wollen wir einem Engel erlauben, durchs Zimmer zu gehen?

Tanz der Vampire

Vorwort

Bild eines VampirsDer Begriff "Vampir" wurde erst seit 1700 im polnischen und russischen Sprachraum verwendet. Es gab in der früheren Geschichte eine Vielzahl unterschiedlicher Bezeichnungen, welche im Allgemeinen eng mit dem ihm zugeschriebenen Fähigkeiten verbunden wurden. Doch so vielfältig die Bezeichnungen auch waren, ebenso unterschiedlich waren die Variationen des Mythoses und der Legenden von den Blutsaugern, Wiedergängern und Untoten seit alters her in allen Völkern.

Die klassische Vostellung, welche bis heute verbreitet ist, stammt allerdings aus dem Gebieten des heutigen Rumänien und Bulgarien. Dort war der Glaube an diese nächtlichen Wesen auch schon Jahre früher verbreitet als anderswo. Noch heute glauben viele Menschen an Vampire. Vor 200 Jahren prüften sie noch Leichen von Kindern nach 3, die jüngerer Menschen nach 5 und die aller anderen Menschen nach 7 Jahren auf die Verwandelung zum Vampiren hin. Wenn sie bis dahin nicht vollständig verwest waren wurden sie traditionellen Reinigungsverfahren unterzogen.

Erst 1920 sind die letzten Fälle von Leichenausgrabungen in der Bukowina dokumentiert worden und in Rumänien wurde noch 1997 eine Scheidung vollzogen weil die Frau ein energetischer Vampir sei, der dem Mann die sexuelle Energie raube.

Doch auch in der westlichen Welt war der Aberglaube fest verankert. So wurde noch im späten 19 Jahrhundert Vampirhinrichtungen in der USA vollzogen und 1913 wurde in Sensberg in Preußen Personen der Prozess gemacht, welche Leichen ausgegraben und geköpft hatten.

Heute stehen viele Menschen mit einem anderen Verhältnis zu dem Mysterium Vampir. Das Wesen hat all seinen Schrecken verloren und spiegelt nunmehr das wieder was den heutigen Menschen quält. Eine tiefe Sehnsucht, Ruhelosigkeit und Unzufriedenheit. Es gibt noch unzählige Gründe warum der Aberglaube sich in dieser heutigen Zeit stärker durchsetzt und mehr Menschen für sich gewinnt. Doch ich werde erst zu gegebenem Zeitpunkt darauf zurückkommen. Wichtig ist nur, trotz aller logischen, existierenden Erklärungen für den Glauben oder Nicht- Glauben an ein Wesen oder einem Lebenszustand darf man niemals die Toleranz gegenüber den Sichtweisen seines Mitmenschen verlieren, so unerklärlich sie zunächst auch scheinen mag. Denn nur so ist es möglich zu erkennen was hinter der Überzeugung und der Fantasie steht.