It's an awful truth that suffering can deepen us, give a greater luster to our colors, a richer resonance to our words. That is, if it doesn't destroy us, if it doesn't burn away the optimism and the spirit, the capacity for visions, and the respect for yet indispensable things.

Anne Rice: The Queen of the damned von Lestat

Belegte Vampirübergriffe

Jahr 1100: Ein Mann aus Northumberland fällt vom Dach und stirbt. Vorher beobachtet er noch wie seine Frau mit dem Nachbar flirtet. Nach seiner Beisetzung kehrt der Tote wieder und verursacht eine Pestepidemie. Das Grab wird daraufhin geöffnet und man findet den Leichnam in sein eigenes Blut getaucht. Er wird gepfählt und verbrannt. Die Pestepidemie fordert im Anschluss daran keine weiteren Opfer mehr.

Jahr 1700: Ein Soldat lebte als Gast bei einem Bauer. Dieser wird während eines Abendmahls von seinem, seit 10 Jahren toten, Vater heimgesucht. Der Bauer starb noch in der Nacht. Der Soldat machte Meldung und das Grab wurde geöffnet. Der Verstorbene, sowie zwei andere Vampire, welche seit 16 bzw. 30 Jahren umherirrten, waren gänzlich unverwest. Alle drei Leichen wurden geköpft, gepfählt und verbrannt.

Jahr 1715: In einem ungarischen Dorf geht offenbar ein Vampir um. Das Grab von Peter Plogojowitz wird daraufhin geöffnet und der Tote erscheint den Anwesenden wohlgenährt. Die Haut, der Bart und die Nägel sind nachgewachsen, der Körper strömt kein Leichengeruch aus und der Mund war mit Blut gefüllt. Die Leiche wurde daraufhin verbrannt, doch ob die scheinbaren Vampirübergriffe anschließend ein Ende nahmen ist nicht überliefert.

Jahr 1732: Ein von den Ärzten Isaak Siedel, Johannes Flickinger und Johann Baumgartner beglaubigtes Dokument vom 7.1.1732 belegt folgende Geschichte: Arnold Paole dient in einem von Vampiren heimgesuchten Ort in Griechenland. Dort wird auch er von einem Wesen heimgesucht, doch er vernichtet dieses und kehrt schließlich in sein Heimatdorf zurück, wo er später durch einen Unfall verstarb. Nach einem Monat kehrte er zurück und suchte mehrere Dorfbewohner auf, welche anschließend ebenfalls verstarben. Seine Leiche wurde exhumiert und man fand ihn mit einem auf die Seite gedrehten Leib. Der Mund war weit geöffnet, die Haut an den Händen war frisch gewachsen und die Lippen blutbenetzt. Daraufhin beschloss man den Leichnam zu pfählen. Bei dieser Prozedur stieß er durchdringende Schreie aus und warmes Blut floss durch mehrere Wunden. Auch seine vier Opfer wurden gepfählt, verbrannt und in geweihtem Boden beerdigt.

Jahr 1800: Antoine Léger vergewaltigte und tötete junge Frauen um anschließend ihr Blut zu trinken und ihr Herz zu essen. Er gibt an er hätte es aus einem unstillbaren Durst heraus getan. Später wird er zum Tod durch die Guillotine verurteilt.

Jahr 1872: Vincenzo Verzeni steht vor dem Gericht weil er Frauen durch das Aufschlitzen der Kehlen getötet hat und deren Blut trank. Er bekam wegen Mord und Leichenschändung lebenslänglich.

Jahr 1880: Martin Dummolard war seiner nekrophilien Freundin, Justine Lafayette, hörig. Er tötete 80 Frauen um das Blut zu trinken während sie deren Fleisch aß. 1888 wurden beide verhaftet und Justine wurde zu Tod durch die Guillotine verurteilt. Martin stirbt nach einigen Jahren in der Irrenanstalt.

Jahr 1900: Der Vampir von Düsseldorf, Peter Kürten wird 1913 hingerichtet, weil er ca. 30 Menschen erwürgt, vergewaltigt und ihnen den Hals aufgeschnitten hat um ihr Blut zu trinken.

Jahr 1919: Der Vampir aus Hannover, der homosexuelle Fritz Haarmann, lockt zunächst jugendliche Ausreißer in sein Zimmer und tötet sie mit einem Biss in die Kehle. Das Fleisch der Opfer verkauft er in der Nachkriegszeit. ("Warte warte nur ein Weilchen, dann kommt Haarmann auch zu dir, mit seinem Hackebeilchen macht er Leberwurst aus dir!" Kinderreim) 1919 lernt er Hans Grans kennen, welcher ab sofort den Lockvogel für die neuen Opfer spielte, Haarmann zu neuen Morden zwang und ihn verprügelte wenn dieser es einmal nicht schaffte zu töten. 1924 wurden beide festgenommen. Haarmann wurde enthauptet und Grans bekam lebenslänglich (später wurde das Strafmaß auf 12 Jahre reduziert).

Jahr 1944: John Georg Haighs Mutter bestrafte ihn immer mit Schlägen einer Bürste aus seine Hand. Wenn er blutete saugte er an der Wunde. Später fügte er sich sogar selbst Verletzungen bei um an das Blut zu kommen. In der Kirche war er fasziniert von dem gekreuzigten, blutenden Korpus und das führte zu wiederkehrenden Träumen: “Ein Wald aus Kruzifixen, welche sich in Bäume verwandelten von denen Blut tropfte. Ein Mann stand dort, mit einer Tasse in der Hand, mit welcher er das Blut auffing und ihm zu trinken anbot.“ Er beginnt sich selbst als Vampir zu sehen und tötet in der Zeit von 1944 bis 1949 Menschen um deren Blut zu trinken. Anschließend löste die Leichen in Säure auf. Er wurde im Jashre 1949 verurteilt und hingerichtet.