In diesem Augenblick ist alles perfekt. Die Weichheit des Lichts, dieser feine Duft, die ruhige Atmosphäre der Stadt. Sie atmet tief ein, und das Leben erscheint ihr so einfach, so klar, dass sie eine Anwandlung von Liebe überkommt und das Verlangen der gesamten Menschheit zu helfen.

Die fabelhafte Welt der Amilie

Chronik des Elfenglaubens

Elfen, Elben und Alben stammen aus der germanischen Mythologie. Demnach handelt es sich bei ihnen um hilfreiche Zaubergeister, die auch unheilvoller Art sein können und in den unterschiedlichsten Gestalten erscheinen können. Sie stammen aus Maden, die aus der Leiche des Riesen Ymir kamen. Zunächst waren sie im deutschen Sprachraum nur als Elben oder Alben bekannt. Der Begriff Elfe stammt aus einem Übersetzungsfehler des Heldenepos "Operon" aus dem englischen ins deutsche, durch Johann J. Bodmer. Er verwendete statt den im deutschen bekannten Begriff Elbe, das dem englischen ähnlicheren Begriff des Elfen.

Ursprünglich waren Elfen und Naturgeister nur in einer Klasse unterteilt. Sie gehörten alle den Wesen zu, die dem Licht zugewandt waren. Dies lässt sich unter anderen aus den Begriffen und Bezeichnungen ableiten. Der Begriff der Alben und Elben lässt sich ableiten von dem germanischen albi für glänzend und strahlend und von den lateinischen albus für weiß. Der Begriff Fee gilt gemeinhin als Oberbegriff für alle Elfen und Naturgeister. Die Bezeichnung stammt von dem lateinischen Begriff fatum für Schicksal und Verhängnis. Im englischen Sprachraum verstand man unter fairy, genau wie französisch unter fèe eine Zauberin. Im Deutschen wurde der Begriff fei im 12 Jahrhundert von dem altfranzösischen fae abgeleitet. Erst als man begann französische und englische Texte zu übersetzten entstand das Wort Fee.

In der Zeit der Kelten und German hatten Elfen eine wichtige Rolle. Die Naturgeister waren mit der Erde und mit all den Pflanzen und Tieren tief verbunden. Und sie lebten im Einklang mit der Natur. In dieser Zeit wurden die Geister der Erde fast jeden Tag angerufen und um Hilfe gebeten. Dazu benötigte man Frauen als Übermittlerinnen. Sie galten als heilig und gaben das Wissen der Götter und Geister an das Volk und die Krieger weiter.

Nur wenige Menschen galten seit jeher in der Lage Kontakt zu dieser anderen Welt aufzunehmen. Sie mussten empfänglich für alle um sie herum und besonders verbunden zu Natur sein. Es gab unterschiedliche Rituale die notwendig waren um Kontakt aufzunehmen. Auch spielte die Tageszeit und der Ort der Kontaktaufnahme eine große Rolle. So musste es in der Dämmerung oder während der Nacht geschehen, da am Tage sich die Naturgeister in ihren Heimen aufhielten.

Erst vor ungefähr 200 Jahren, im Jahr 1800, begann sich die Vorstellung der Elfen durch das aufkommende Christentum zu verändern. Die Christen leugnen jede Existenz der Elfen und setzen dafür die leuchtende Gestalt der Engel ein. Zu dieser Zeit bekamen die bisher reinen Geister ihren negativen Beigeschmack. Denn sie wurden teilweise als gefallene Engel dargestellt, die nur zu gut waren um in die Unterwelt zu gelangen. Der Alb hatte nun eine schadensbringende, dämonische Kraft und die Elfen bekamen mehr und mehr teuflische Kräfte mit denen sie den Menschen schaden wollten. Von diesen Einstellungen lässt sich der Begriff Albtraum ableitet, der einen schrecklichen, furchteinflössenden Traum bezeichnet. Elfen wurden für Naturkatastrophen und dem Schaden der Menschen verantwortlich gemacht. In dieser Zeit entstand auch der Gedanke, sie würden Kinder stehlen und durch ihre eigenen Wechselblagen ersetzen.

Bild einer ElfeNur in Island hat sich der Glaube an Naturgeister noch stark gehalten. Dort ist die Legende verbreitet, dass Elben Kinder von Eva waren. Als Eva sie im Fluss waschen wollte trat Gott vor ihr und darauf versteckte sie diese Kinder schnell. Daraufhin bestimmte er das all die Kinder die vor ihm verborgen waren auf ewig verborgen leben müssten. Dies waren dann die Naturgeister.

Erst später in der Zeit der Romantik entdeckte man die freundliche, inspirierende Kraft der Naturgeister wieder. Die guten Seiten wurden wieder bestärkt, doch dennoch behielten sie ihren schadensbringenden Geist. Dadurch ergibt sich auch die heute bekannte Klassifizierung. Heute ist man sich des weiteren bewusst, dass Naturkatastrophen und die Zerstörung der Natur durch den Menschen eng miteinander zu tun haben. Es ist nicht länger möglich den Elfen die Schuld dafür zu geben.

Der Mensch versucht heute immer stärker auf die Natur zu zugehen. Und der Kontakt zu Elfen ist ein Weg dahin. Die Natur ist wichtig für den Menschen, das ist uns heute in der Zeit in der die Natur immer stärker vernichtet wird deutlich geworden. Daher gewinnen die Naturgeister auch an Beliebtheit. Sie beinhalten alle Eigenschaften, die der Mensch sich wünscht. Von Macht und Zauberkraft über die Fähigkeit zu verschwinden und die Gestalt zu ändern bis hin zu einem Leben im perfekten Einklang mit der Natur und der Harmonie.